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Historische Daten:

Das  "Robert'sche Haus"

Das zweigeschossige Fachwerk-Giebelhaus stammt aus dem 17. Jahrhundert und wurde in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts weitgehend überarbeitet. Es ist ein Alt-Preetzer Bürgerhaus von großem architektonischen, historischen und städtebaulichen Wert. Eine gründliche Sanierung fand 1990 statt.

Die ersten Bewohner waren Färber, die Familie Claussen oder Classen, die an der Schwentine ihr Handwerk ausübten und auch damals schon Zimmer vermieteten.

1817 kaufte Kaufmann Henningsen, Agent für Fahrten nach Amerika, das Haus und lebte hier mit seiner Frau und vier Kindern. Er gab das "Königlich priviligierte Preetzer Wochenblatt für den Bürger und Landmann" heraus, das 1828 erstmalig erschien. Auch in dieser Familie war es üblich, Zimmer im Obergeschoss an zahlende Gäste abzugeben; so ist verbrieft, dass 1830 ein Regimentschirurg namens Witt dort wohnte.

Die älteste Tochter Maria Magdalena Agnes Henningsen heiratete auch einen Kaufmann, Johann Emil Ernst Robert, mit dem sie sechs Kinder bekam, davon wurden drei erwachsen. Der Sohn Wilhelm Robert heiratete 1880 in Texas, seine Schwestern Luise (1855-1950) und Ida (1867-1953) lebten bis zu ihrem Tode in dem Haus. Sie heirateten nicht, kümmerten sich um Bedürftige und betrieben eine Suppenküche für Bedürftige. Ihre soziale Einstellung war bemerkenswert.

   Louise Robert,

  * 14.11.1855,  + 09.02.1950

    Ida Robert, *21.05.1857  +19.04.1953